
Seit 1585.
Ein Haus sieht viel, wenn es lange genug am selben Ort steht.

- 1303
Das Tal erscheint zum ersten Mal in einer Urkunde, als „Fedes“, eine Schafweide. Hundert Jahre später heisst es „Feytz“. Im Sommer kommen Bauern aus dem Bergell mit ihrem Vieh.
- 1511
In Fex Crasta wird die kleine Kirche ausgemalt, im Stil Norditaliens. Die Fresken sind bis heute erhalten.
- 1538
Fex wird Teil der Gemeinde Sils.
- 1585
Am Eingang des Tals lässt Baptista von Salis ein Bauernhaus errichten, für das ganze Jahr bewohnt. Das Engadin gehört damals zum Gotteshausbund, einem der Drei Bünde.
- 1878
Das erste Hotel im Tal öffnet. Die ersten Sommergäste kommen nach Fex.
- 1881
Friedrich Nietzsche verbringt seinen ersten Sommer in Sils Maria. Bis 1888 kehrt er sechsmal zurück.
- 1895
Die Familie Pool bewirtschaftet das Haus als Bauernhof. Ihr Name bleibt ihm bis heute: Chesa Pool, das Haus Pool.
- 1949
Hermann Hesse kommt zum ersten Mal ins Hotel Waldhaus in Sils. Bis 1961 verbringt er hier jeden Sommer.
- 1954
Sils schützt das Tal: keine Parkplätze, keine Bahnen, keine neuen Ferienhäuser. Im Dezember brennt in Curtins zum ersten Mal elektrisches Licht.
- 1962
Der Fexer Gian Fümm gründet den Verein Pro Fex.
- 1967
Das Val Fex wird autofrei.
- 1973
Aus dem Bauernhof wird die Pensiun Chesa Pool.
- 2000
Der damalige Prinz Charles verbringt Weihnachten und Neujahr mit Familie und Freunden in der Chesa Pool. Für diese Tage gehört ihnen das ganze Haus.
- 2020
Die Küche wird ganz vegetarisch.
- Heute
Einundzwanzig Zimmer, ein Garten, eine Teebar. Das Haus steht am selben Ort, am Eingang des Tals.
Dichter und Denker im Oberengadin.
Seit über hundert Jahren kommen sie nach Sils, wegen des Lichts und der Stille. Ihre Wege führten an denselben See und unter dieselben Lärchen.
Friedrich Nietzsche
Sieben Sommer zwischen 1881 und 1888 in Sils Maria. Hier kam ihm der Gedanke der ewigen Wiederkunft, hier entstanden Teile des Zarathustra.
„6000 Fuss jenseits von Mensch und Zeit.“
Ecce homo
Marcel Proust
In seinem ersten Buch, «Les Plaisirs et les Jours» von 1896, erinnert er sich an den Silsersee.
« Les mélèzes d’une si noire sérénité quand ils avoisinent la neige éblouissante … »
Die Lärchen, von so dunkler Gelassenheit, wo sie an den blendenden Schnee grenzen …
Hermann Hesse
Von 1949 bis 1961 jeden Sommer im Hotel Waldhaus in Sils.
Rainer Maria Rilke
1919 verbrachte er den Sommer in Soglio, auf der anderen Seite des Malojapasses.
Paul Celan
Im Sommer 1959 in Sils. Aus einer verpassten Begegnung wurde sein «Gespräch im Gebirg».
Über die Gletscherpässe hinter dem Tal führten die Wege ins Valmalenco. Vor allem zwischen 1930 und 1970 gingen hier Schmuggler, im Krieg auch Menschen auf der Flucht.
Ein Zimmer, ein Tisch, ein Geschenk.
Wir öffnen wieder am 18. Dezember. Für die nächste Saison können Sie schon jetzt buchen.



